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Grundinstandsetzung St. Pauli Elbtunnel, Weströhre

Auftraggeber:
Hamburg Port Authority

Zeitraum:
2017 – 2021

Leistungsumfang:

  • Vorentwurfsplanung
  • Entwurfsplanung
  • Ausschreibungsplanung
  • Mitwirkung bei der Vergabe
  • Technische Prüfung und stat.-konstruktive Prüfung (PI) der Ausführungsunterlagen

Bausumme:
ca. 40.000.000,00 € (netto)

Technische Beschreibung:

Der St. Pauli Elbtunnel -auch „Alter Elbtunnel“ genannt- wurde zwischen 1907 und 1911 erbaut, unterquert die Norderelbe auf einer Länge von ca. 426,5 Metern und verbindet die nördliche Hafenkante bei den St. Pauli-Landungsbrücken (Nordeingang) mit der Elbinsel Steinwerder (Südeingang). Das unter Denkmalschutz stehende Ingenieurbauwerk besteht aus zwei parallelen Tunnelröhren mit jeweils einer Fahrspur und zwei seitlichen Gehwegen, den Schachtgebäuden auf der Nordseite (St. Pauli) und der Südseite (Steinwerder) sowie dem Betriebsgebäude Steinwerder.

Jede der beiden Tunnelröhren besteht aus ca. 1.700 einzelnen, ringförmigen Rohrsegmenten, die wiederum aus 6 Tübbings aus gewalztem Flusseisen zusammengesetzt (genietet) und mittels Bleifugen abgedichtet sind.

Hauptleistungen Instandsetzung der Tunnelröhre West (5.BA):

  • Baustelleneinrichtung und Bewetterung
  • Rückbau Innenausbau (Fliesenbelag, Betonschale) sowie der Fahrbahn unter Berücksichtigung schadstoffbelasteter Ausbaustoffe (PAK, Blei)
  • Instandsetzung der freigelegten Tübbingkonstruktion einschließlich Austausch schadhafter Niet- u. Schraubverbindungen sowie Erneuerung der Fugendichtungen unter Berücksichtigung schadstoffbelasteter Baustoffe (PAK, Blei, Bleiverbindungen)
  • Neubau der Flächendränage, Abdichtung (KDB) und Innenschale im Gewölbe sowie der Fahrbahn (Schwerbetonarbeiten einschl. Ballastierung, Drainage- und Entwässerungseinrichtungen, Wiederverwendung historischer Granitbordsteine, Abdichtung und Fahrbahnbelag)
  • Fliesen- und Plattenarbeiten unter Berücksichtigung der Vorgaben des Denkmalschutzes.

Für sämtliche Bauzustände sowie den Endzustand war die Auftriebssicherheit des Tunnelbauwerkes zu gewährleisten.